Führungen und Vorträge

(nur auf Anfrage) des

"Obermenzinger Dorfschreibers"

Frühgeschichtliche Funde und die Entwicklung Obermenzings von 1800 bis zur Gegenwart: Zunächst werden die frühgeschichtlichen Fundstellen aufgewiesen und ihre Lage und Bedeutung anhand alter und neuer Land- und Flurkarten erläutert. Ausgehend von der Bestandsaufnahme im Ur-Kataster von 1809/1812 werden dann mit Hilfe von Plan- und Kartenmaterial die durch die Besiedelung ab ca. 1800 verursachten Veränderungen aufgewiesen und Planungen der letzten Jahrzehnte erläutert. (Vortrag)

Stadtteilspaziergang „Dorf“ Obermenzing: Vor mehr als 75 Jahren verlor das ehemalige Bauerndorf Obermenzing seine kommunale Selbständigkeit und wurde nach München eingemeindet. In einem einführenden Vortrag werden die geschichtlichen Hintergründe der Entwicklung Obermenzings von der Bajuwarensiedlung bis hin zur heutigen Gartenstadt dargestellt. Der anschließende Stadtteilspaziergang zeigt auf, dass sich das Dorf an der Würm bis in die heutige Zeit trotz Zugehörigkeit zur Millionenstadt München eine gewisse Eigenständigkeit und zum Teil eine dörfliche Idylle bewahrt hat. (Führung)

Die St.Wolfgang-Kirche in Pipping:  Die selten zugängliche Kirche zählt zu den wenigen, fast vollständig erhaltenen spätgotischen Gesamtkunstwerken in dieser Region. Die vermutlich vom Architekten des Münchner Liebfrauendoms, Jörg von Halsbach, errichtete Hallenkirche ist eine Stiftung Herzog Sigismunds, der auch die Kapelle in Schloss Blutenburg erbauen ließ. Hervorzuheben sind vor allem die Wandmalereien und die Altäre. (Führung)    

Die St.-Georg-Kirche in Obermenzing:  Die älteste historische Kirche in Obermenzing stellt mit ihren bäuerlich-naiven Wandmalereien und dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kolossalfresko „Das Jüngste Gericht“ ein reizvolles Pendant zu den höfischen Kirchen St.Wolfgang in Pipping und St.Trinitatis im Schloss Blutenburg dar. Ihre Baugeschichte ist eng verknüpft mit der Kulturgeschichte der ehemaligen Landgemeinde. (Führung)

Blutenburg - das Schloß, sein Umfeld und seine Kapelle:  Das geographische Umfeld, die bayerische Herzöge und ihre Höflinge haben die Baugeschichte des Schlosses geprägt, die letztlich 1983 nach umfänglicher Renovierung zum Einzug der Internat. Jugendbibliothek führte. Ende des 15. Jh. entstand die Schloßkapelle als spätgotischer, höfischer Sakralbau, der kaum spätere Hinzufügungen erfuhr. Die Bildwerke stammen von berühmten Künstlern der damaligen Zeit (Jan Pollack, Jörg von Halsbach, Erasmus-Grasser-Schule), die auch in der Münchner Frauenkirche und in Pipping gewirkt haben. (Vortrag)

Historische Wirtschaften in Obermenzing: Ein kleiner Spaziergang im Dorfkern Obermenzings macht Sie bekannt mit drei traditionsreichen Gasthäusern und ihrer Entstehungsgeschichte: Die Tafernwirtschaft „Der Alte Wirt von Obermenzing“,besteht seit mindestens 1417 und ist die älteste Gaststätte auf heutigem Münchner Stadtgebiet. Der „Reichlmair“, entstand 1878 als „Linden-„ und dann als „Neuwirt“ im Gegensatz zum „Alten Wirt“. 1935 eröffnete das Schauspielerehepaar Pepperl und Lipperl Weichand  den „Weichandhof“ als „bessere“ Wirtschaft auf dem Lande. Zum Abschluss kann noch eingekehrt werden. (Führung)

Die Kirche Mariä Geburt in Pasing:  Schon 1315 bestand ein Vorgängerbau dieser einst bäuerlichen Landkirche, die Mitte und Ende des 19 Jahrhunderts wesentliche Veränderungen sowohl in ihrer äußeren Gestalt als auch in der Innenausstattung erfuhr. Der Kurzvortrag vor Ort will dies anhand einiger Bilder und alter Dokumente und mit einer kurzen Kirchenbesichtigung verdeutlichen. (Führung)

Pasing und seine Schlösser:  Anhand alter/neuer Land- und Flurkarten werden frühgeschichtliche Fundstellen aufgewiesen, ihre Lage und Bedeutung erläutert. Vorgestellt werden die frühen Grundbesitzer und Edlen von Pasing, ihr Wirken in und für Pasing sowie die grundherrschaftlichen Verhältnisse. Beginnend mit den Pütrichs im 14. Jahrhundert wird ein Abriss der Pasinger Hofmarksherrschaften und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Stadt dargestellt. Alte Beschreibungen der Hofmark und der Pasinger Schlösser sollen das Verständnis vertiefen. (Vortrag)

Die Würm im Münchner Westen – Von der Lochhamer Falle bis zur Karlsfelder Schleuse: Ein Vergleich zwischen alten und aktuellen Flur- und Landschaftskarten weist die Veränderungen des Würmverlaufs in den letzten 200 Jahren auf. Brücken und Stege über das Flüsschen werden in ihrer geschichtlichen Bedeutung und die hier einst angesiedelten Bader und Badeanstalten vorgestellt. (Vortrag) ** (auch einzelne Themen wie nachstehend als Vortrag/Vorträge möglich): 

- Der Verlauf der Würm im Münchner Westen im Vergleichszustand der ersten bayerischen Landesvermessung 1801/02 nach den „Ur-Katasterkarten“ von 1809/10 mit den aktuellen Karten von 2004 unter Aufzeigung der wesentlichen Veränderungen. - Dazu der Exkurs über die (Obermenzinger) Krautgärten entlang der Würm, deren Abschaffung letztlich die Voraussetzungen schufen zur „Korrektion“ der Würm in den Jahren 1898/1899.

- Die „Würmkorrektion“ 1898/99, um die zwischen Pipping und Allach zur Winterszeit regelmäßig auftretenden Überschwemmungen der Ufer der Würm für alle Zeiten zu bannen. – Exkurs: Die Eiskatastrophe im Jahre 1929 und ihre Auswirkungen – eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art.

- Brücken und Stege über die Würm im Münchner Westen – eine geschichtliche und aktuelle Bestandsaufnahme.

- Der Bau des Würm-Nymphenburger Kanals im Jahre 1701 und die Enteignung der Obermenzinger und Pasinger Bauern zwischen 1701 und 1733 zwecks Errichtung und Erweiterung des Nymphenburger Schloßparks.

- Das Gehverbot 1911 auf den Hochwasserdämmen zwischen Pipping und Schloß Blutenburg. – Die städtebauliche Rahmenplanung „Würmniederung“ seit 1985. – Die „Würmrenaturierung“ 2004/2005 unter dem Motto „Die Würm soll sauberer werden“ und in Hinblick auf die BUGA Bundesgartenschau München 2005.

- Bader und Badeanstalten an der Würm im Münchner Stadtgebiet. – Das uralte Gewerbe der Bader in Pasing, Ober-, Untermenzing und Allach bis Mitte des 18. Jahrhunderts und deren Ablösung durch die aufkommenden Mediziner. Die Entstehung von Schwimmbädern und ihr Verschwinden wegen der zunehmenden Verschmutzung der Würm Mitte des 20. Jahrhunderts.

Der (Reichs-) Autobahnbau von München nach Salzburg und nach Ulm:  Zunächst wird der Entstehung und Entwicklung des Autobahnbaus in Deutschland nachgegangen. Anhand von Bildmaterial mit alten und zeitnahen Aufnahmen sowie mit Kartenausschnitten aus der Planungsphase wird dies für den Münchener Großraum in Richtung Salzburg und Ulm verdeutlicht. (Vortrag)

Mirakelbuch-Berichte und Votivtafeln:  Glaube, Hoffnung, Sorge und Ängste sowie Dankbarkeit zeigen sich in der Stiftung von Votiv-Tafeln und in den Einträgen in die verschiedenen Mirakelbücher der Wallfahrtskirchen, in die sich besonders die ländliche Bevölkerung begab. Dies wird anhand der dargestellten Votivtafeln und verschiedener Mirakelbuch-Einträge aus den ehemaligen Dörfern im Münchner Westen (Pasing, Pipping, Ober- und Untermenzing, Allach) aufgewiesen. (Vortrag)

Die Englischen Fräulein in Pasing (Congregatio Jesu):  Ganz nah am Pasinger Marienplatz rahmt ein langgestrecktes Eckgebäude an der Planegger Straße/Institutstraße ein Gelände ein, das ein eigenes Bild der vergangenen gut 140 Jahre Pasinger Geschichte widerspiegelt - ein Bild der vielfältigen Aktivitäten der Congregatio Jesu. Nach einer kurzen Einleitung über das Leben der Maria Ward und ihr Auftreten im Kurfürstentum Bayern erfahren Sie die neuesten Forschungsergebnisse über die Gründung und Entwicklung des Instituts in München-Pasing. (Vortrag)

Historische Flur- und Straßennamen am Beispiel Obermenzing:  Flüsse, Berge, Wälder, Fluren, Siedlungen und Wege bilden Landschaften. Wege verbinden Siedlungen, die seit „unfürdenklichen“ Zeiten Namen tragen. Am Beispiel „Obermenzing“ wird den verschiedenen Flurbenennungen und den hiesigen Straßennamen aus frühester Zeit bis in unsere Tage nachgegangen. (Vortrag)

Die „Physikatsberichte“ im Königreich Bayern:  Diese Berichte wurden seinerzeit von den Landgerichten (heute: Landratsämtern) vorstehenden Ärzten für ihren Zuständigkeitsbereich auf königlichen Befehl erstellt und sind Spiegelbilder der Landschaften, Lebensumstände, des Brauchtums und der Mode Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieser Vortrag vergleicht die Berichte für den Münchner Westen. (Vortrag)

Die St.-Martin-Kirche in Untermenzing:  St.Martin ist eine der drei Kirchen an der Würm im Münchner Westen, die Herzog Sigismund während seines Aufenthalts in Schloss Blutenburg nach St.Wolfgang in Pipping (1478-1480) und der Schlosskapelle St.Trinitatis (1488) im Jahre 1499 neu bzw. wieder erbauen ließ. Der Vortrag stellt die Geschichte dieser schon 1315 als Aubinger Filialkirche urkundlich genannten Kirche vor und zeigt seine heutige Ausstattung.  

Zusätzlich PowerPoint-Vortrag: Der Stiftungsbrief von 1482 für eine ewige und tägliche Messe in dem Gotteshaus zu Niedermenzing - Die Restaurierung der Original-Urkunde aus dem Aubinger Pfarrarchiv.

Das ehemalige „Dorf“ Untermenzing:  Untermenzing wurde am 1. Dez. 1938 zusammen mit Allach, Ludwigsfeld, Obermenzing und Solln nach München eingemeindet. Die geschichtliche Entwicklung ist weitestgehend identisch mit der von Obermenzing (urkundliche Erstnennung 6. Nov. 817). Der Vortrag zeigt die geographische Lage auf alten Landkarten, dann die Besitzverhältnisse und Lage der Bauernhöfe nach dem Urkataster von 1812 und die im wesentlichen bis heute noch gültige Flureinteilung und Beschreibung nach dem Grundsteuer-Kataster von 1862. Dazu wird ergänzend die Geschichte einiger ausgewählter Bauernhöfe vorgestellt.

Die Heilig-Kreuz-Kapelle auf dem Adelsberg im Moos bei Allach: Kaum jemand im Münchner Westen hat je etwas von dieser Kapelle gehört oder gelesen, obwohl es dazu einige (wissenschaftliche) Publikationen gibt, die allerdings kaum illustriert sind. Der Vortrag mit Bildern will den Zuhörer/Zuschauer ermuntern, zumindest den Standort der einstigen Kapelle und ein dort befindliches Bildstöckl an der Müllerstadelstraße zu erkunden. In der Nähe liegt der Lußsee, nicht weit von Obermenzing entfernt.

Obermenzing, Untermenzing, Allach, Ludwigsfeld und Solln wurden am 1. Dez. 1938 nicht ganz freiwillig in die "Hauptstadt der Bewegung", die bayer. Landeshauptstadt München, eingemeindet. Dieser PowerPoint-Vortrag soll über die drei erstgenannten ehemaligen Dorfgemeinden einen kurzen Überblick über die urkundlichen Erstnennungen und die räumliche Entwicklung vermitteln und ausgewähltes, zumeist unbekanntes Bild- und Informationsmaterial über die Eingemeindungsfeierlichkeiten zeigen.

Feldmoching, Großhadern und Pasing wurden am 1. April 1938 nach München (zwang-) eingemeindet. Im Jahr 2013, in dem der Stadtteilbezirk Pasing seine 1250. urkundliche Erstnennung feiert, begeht er gleichzeitig seinen 75. Jahrtag der Eingemeindung. Der PowerPoint-Vortrag zeigt die Erstnennungsurkunde und kurz die Entwicklung der Gemeinde/Stadt bis zur Eingemeindung und Szenen aus diesem Ereignis und schließlich eine Zeittafel von 1938 bis 2013.

Kreuze und Denkmale in Obermenzing - Wer kennt sie alle, die Flur-, Gedenk- und Andachtskreuze in unserem Vorort Obermenzing? Wer kennt die Denkmale, alte wie neue? Der Vortrag mit Beamer soll die Teilnehmer anregen, diese Orte zu erkennen und zu besuchen und mit ihren Gedanken dem Sinn dieser Kreuze und Denkmale nachzugehen.

Der Münchner Westen im Wandel der Zeit - ein Vortrag zur geschichtlichen Entwicklung der Dörfer Pasing, Ober- und Untermenzing sowie Allach zu Vororten der Landeshauptstadt München anläßlich des Jubiläumsjahres "1200 Jahre Menzing 817 - 2017"

Weitere Themen zu Obermenzing und Pasing auf Anfrage.

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