Obermenzing

Zur Geschichte des Dorfes Obermenzing

 

Obermenzing gehört seit dem 1. Dezember 1938 als westlicher Stadtteil und "Stadtbezirk 37", seit dem 1. September 1992 als Teil des 21. Stadtbezirks Pasing-Obermenzing zur bayerischen Landeshauptstadt. Seine Fläche beträgt 765,58 Hektar und - was meistens unerwähnt bleibt - etwa ein Viertel davon besteht aus der "Pippinger Flur".

Jahrhunderte lang lebten hier - die in Schloss Blutenburg ansässigen und beschäftigten Personen eingeschlossen - ständig kaum mehr als insgesamt 200 Menschen. Von im Jahre 1825 gezählten 213 Einwohnern entwickelte sich die Landgemeinde über 305 Personen in 1855, 1.042 in 1900, 3.390 in 1925, 8.200 in 1938 anlässlich der Eingemeindung, 12.511 in 1950 rasant auf 19.222 Einwohner im Jahre 1974. Erst dann ließ der Bevölkerungszuwachs merklich nach, so dass wir heute über 26.000 Obermenzinger zählen können.

Am östlichen Hochufer der Würm, fast halbwegs zwischen Schloss Blutenburg und Pipping, dort wo diese einst bis zur Flussregulierung 1898/99 nahezu achtzig Meter breit war, wurden seit 1910 immer wieder bei Ausschachtungs- und Bauarbeiten eine größere Anzahl von Urnengräbern entdeckt.

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"Das Schloß Plutenburg sambt der Hoff-March Ober Mennzing"  (Stich von Michael Wening, 1701)

Westlich des Schlosses in der "Siedlung Blutenburg" fand man 1924 an der heutigen Gerlichstraße ebenfalls Urnen- und Hügelgräber sowie verschiedene Grabbeigaben. Sie beweisen, dass unsere Gegend schon sehr frühzeitig, wohl seit dem 12. oder 11. Jh. v. Chr. von Jägern, Ackerbauern und Fischern besiedelt war. Da diese jedoch weder lesen noch schreiben konnten und auch keine festen, die Zeiten überdauernden Bauten aus Stein errichtet hatten, wissen wir heute nicht, wo ihre eigentlichen Siedlungen lagen. Die geographisch-strategische Lage des Obermenzinger Schlosses - direkt in der Biegung des Flusses - lässt jedoch den Schluss zu, dass hier einst zumindest eine dieser frühen Siedlungen - oder ihre Fluchtburg? - gelegen haben könnte. Dass die Ortsnamen Menzing von einem Sippenführer "Manzo" und Pipping gar von einem oder dem "Pippin" (der Ältere + 640; der Mittlere + 714; der Jüngere + 768) abzuleiten wären, sind lediglich weitläufige Vermutungen früherer Sprachforscher.

"Menzing" tritt in die Geschichtsschreibung ein mit der genau datierten Urkunde vom 6. Nov. 817, als der Edle Cotescalch und sein Bruder Deotpald ihren Besitz zu Menzing an die Kirche in Freising gaben, doch ist hier noch nicht eindeutig gesagt, ob es sich um Ober- oder Untermenzing oder gar um beide handelt.

In den nachfolgenden Jahrhunderten traten immer wieder Edelleute "von Menzingen" als Siegelzeugen und Schenker von hiesigen Gütern an Kirchen bzw. Klöster auf, die uns diese Urkunden bewahren und überliefern konnten.

Obermenzing nun mit seiner kleinen Kirche St.Georg wird erstmals urkundlich im Jahre 1315 allerdings mit der Bezeichnung "Duo Mentzing" - also zwei Menzing!) als zur Mutterpfarrei Aubing gehörend erwähnt, der Weiler Pipping zehn Jahre später, nämlich 1325, als ein Otto Teufelhart, Bürger zu München, vom Kloster Wessobrunn die Herrschaft über Güter in Pipping und Moosach gegen die Entrichtung von 32 Pfund Münchner Pfennige erhielt. In dieser Urkunde wird erstmals von "Obermenzing" geschrieben.

Dem Kloster Wessobrunn gehörten 1397 in Obermenzing drei Ganz- und drei Halbhöfe, drei Lehen (Viertelhöfe), die Mühle und eine Hofstatt bei der Brücke (vielleicht der heutige "Weichandhof" an der ältesten Dorfbrücke oder der 1912 abgebrannte "Hofbauer", ehemals vor dem Eingang zum Schloss Blutenburg gelegen), sowie zwei Höfe in Pipping, nämlich der "Mair" (auch: Moarbauer) und der "Wessobrunner", der kurz vor 1718 in den "Adambauer" und den "Wastlbauer" aufgeteilt wurde.

Herzog Albrecht III. erwarb 1441 vom Kloster dann 17 von insgesamt inzwischen 23 Anwesen in Obermenzig, und nach dem "Salbuch über das Schloß Menzing" von 1486 gehörten bereits die Orte Ober- und Untermenzing, Pipping "unnd was zu pasing her dißhalb der strasse gegen menntzing gelegen ist" zur Hofmark Menzing. Die Rechte des Klosters Wessobrunn an drei Pippinger Anwesen (offensichtlich nun einschließlich des Pippinger "Mesnergütls" östlich der Würm) gingen erst 1687 an den damaligen Hofmarkseigentümer Anton Frhr. von Berchem über.

Die auf den einzelnen Anwesen sitzenden Bauern waren seinerzeit ja lediglich Pächter ihrer Höfe und gelangten in deren Eigentum erst im Zuge der "Bauernbefreiung" gegen Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Bau von Schloss Nymphenburg ab 1664 und die Enteignungen des notwendigen Grundes sowohl zur Anlage des Nymphenburger Kanals (1701-1703) von Pasing über Pipping und Nymphenburg zum Schwabinger Bach als auch zur Ausdehnung des Parks und die Fertigstellung der Schlossmauer 1733 gingen deshalb relativ problemlos von Statten. Die Obermenzinger und Pippinger Bauern mussten dafür neben 118 Tagwerk Gemeindegrund weitere 71 Tagwerk ihrer Äcker, Wiesen und Gehölze abtreten.

Die sich im Mittelalter gebildete alte "Dorfsgmain" mit der besonderen Aufgabe, die von allen Bauern des Dorfes gemeinsam genutzten Weiden und Wälder zu verwalten, also eine Art Genossenschaft mit der Nebenaufgabe der Sozial- und Nothilfe sowie der Versammlung der Dorfgenossen, wurde erst mit dem sogenannten "II. Gemeindeedikt" von 1818 auch zur "politischen" Gemeinde mit einem frei gewählten Gemeindeausschuss zur Selbstverwaltung unter staatlicher Aufsicht. Mit dem Bau der "Kolonien" ab 1892 (Villenkolonien Neu-Pasing I 1892 auf Pasinger und Pippinger Grund,, Neupasing II 1897 auf Pippinger Grund, Postbeamten- und Wohnkolonie Mittlerer Verkehrsbeamten 1909, Siedlung Blutenburg 1918, Soziale Eigenheim-Siedlung Neulustheim 1919, Siedlung für den Mittelstand 1934), der Würmkorrektur ab 1898, dem Erhalt wieder einer eigenen Schule 1902 und der Eisenbahnhaltestelle im Jahre 1907 ließ sich die stürmische Entwicklung der ehemals so ruhigen und beschaulichen Landgemeinde nicht mehr aufhalten.

Die beiden aus spätromanischer Zeit stammenden Kirchen St.Wolfgang in Pipping und St.Georg in Obermenzing gehörten ursprünglich zur Mutterpfarrei Aubing, so wie Pasing, Laim, Untermenzing und Allach. Pasing wurde 1881 zur Pfarrei erhoben und ihr Obermenzing sowie Laim als Filialkirchen unterstellt. Nach Einrichtung der Expositur im Jahre 1919 wurde Obermenzing 1922 - nach Jahrhunderte währender Abhängigkeit - endlich eine eigene katholische Pfarrei und ist es bis heute unverändert ohne weitere Aufteilung - im Gegensatz zu Pasing - geblieben.

Dem gegenüber hatte der Landesherr, also Herzog, Kurfürst und dann später der bayerische König, das Besetzungsrecht für die Blutenburger Schlosskapelle mit einem Benefiziaten ihrer eigenen Wahl, der ausschließlich für die Seelsorge im Schloss zuständig war, im Benefiziatenhaus wohnte und seine Einkünfte aus zwei Untermenzinger Anwesen, einst der Agnes Bernauerin gehörend, sowie einem Hof in Neuhausen bezog.

In der dem Regensburger Bischof Wolfgang (um 925-994) geweihten Pippinger Kirche (Patrozinium am 31. Oktober) wurden anlässlich der 1976 einsetzenden umfangreichen Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten im nördlichen Teil dicht unter dem Fußboden die Fundamente eines einfachen, nur 11,60 Meter langen Saalbaues mit leicht eingezogenem Rechteckchor entdeckt. Zum Vorgängerbau gehörte auch ein seinerzeit schon dicht belegter Friedhof, dessen Ziegelmauer teilweise unter der Empore im Westen des heutigen Gotteshauses gefunden wurde.

Die bisher älteste bezeugte Grablegung stammt vom 21. Feb. 1731, als dort die Ehefrau des am Kanal wohnenden Nymphenburger Baumknechts (wohl besser gesagt Schlossgärtner) begraben wurde. Der kirchliche Friedhof mit seinen künstlerisch sehr vielfältigen und beachtenswerten Grabsteinen ist noch heute - welche Seltenheit! - in beschränktem Umfang genutzt.

OM-Pipping-1869.jpeg (38118 Byte)Der Grundstein zum heutigen Kirchenbau wurde laut der 1848 "treu nach dem alten Original kopierten" Inschrifttafel am 5. Mai 1478 von Herzog Sigismund gelegt und am Sonntag vor Himmelfahrt, dem 13. Aug. 1480, konnte der Neubau eingeweiht werden. Bei der Erstellung des Nymphenburger Schloßparks ab 1701 wurde St.Wolfgang als "Point de vue" der Gartenhauptachse in die Gesamtanlage miteinbezogen.

(Rechts: Bleistiftzeichnung St. Wolfgang in Pipping von Hofrat Dr. Wolfinger, ca. 1869 )

Die herrlichen, inzwischen wieder freigelegten und im wesentlichen auf den Chorraum beschränkten Wandfresken stammen von einem unbekannten Künstler, denn stilistische Vergleiche der letzten Jahrzehnte lassen dafür den ursprünglich genannten Jan Pollack ausscheiden. Fachleute neigen heute eher zu Gabriel Mäleskircher. Die spätgotischen Altäre sind sehenswert und wahrscheinlich Werke einer Münchner, der Salzburger oder gar der Kriechbaum-Schule, nicht jedoch von Erasmus Grasser.

Die dem St.Georg gewidmete Dorfkirche (Patrozinium 23. April) steht auf Fundamenten, die bereits in das 9. Jahrhundert zurückdatiert werden. Kirchen zu Ehren des heiligen Georg oder Laurentius kommen nämlich schon in der Zeit vor der Völkerwanderung (Höhepunkt 4. bis 6. Jh.) vor. Die Feststellungen aus der Zeit der Renovierung ab 1969 lassen den Schluss zu, dass der Ziegelbau etwa aus dem 12. Jahrhundert stammen könnte.

OM-St.Georg-1869.jpeg (70410 Byte)Nicht erst am 3. Mai 1444, wie früher angenommen, wurde St.Georg geweiht, sondern bereits erheblich früher, denn am fünften Sonntag nach Pfingsten 1403 wird nach der erhaltenen Originalurkunde der Kirchweihtag vom Sonntag nach dem Fest des Hl.Laurentius auf den Sonntag nach dem Fest der Apostel Philipp und Jakob verlegt durch den Vikar Friedrich des Freisinger Bischofs Berchtold.

(Rechts: Bleistiftzeichnung St. Georg in Obermenzing von Hofrat Dr. Wolfinger, ca. 1869 )

In gotischer Zeit wurde der Altarraum gewölbt, mit Seccomalereien geschmückt und die Kirche nach Westen erweitert. Der Kirchturm stammt von 1677/79, nachdem der alte wegen Baufälligkeit abgetragen werden musste. Er wurde mit Geldern des Hofmarksherrn Anton Frhr. von Berchem und des Kurfürsten (den berühmt-berüchtigten 114 Gulden Strafgeld des "Caspar Humppen zu Pelkhoven" wegen Ehebruch) sowie Darlehen finanziert.

Bei der Restaurierung 1969-73 wurden überraschenderweise Wandgemälde aus mehreren Epochen und ein barocker Bilderzyklus von Christus und den zwölf Aposteln in den Kassettenfeldern der Emporebrüstung freigelegt.

Der bereits 1315 genannte kleine Friedhof durfte seit Eröffnung des neuen Obermenzinger Waldfriedhofs im Jahre 1913 nicht mehr genutzt werden und wurde 1970 seiner sämtlichen Grabmale beraubt, die uns sonst noch so manches aus dem hiesigen bäuerlichen Leben und Sterben hätten erzählen können. Lediglich die Inschrifttafeln mit den Namen der hier beerdigten Schwestern des Instituts der Englischen Fräulein, des Aubinger Benefiziaten  Johann Evangelist Gielg und seit 1993 eine Gedenktafel an Obermenzinger Familien sind noch vorhanden. Den Rasen des einstigen Gottesacker schmücken heute einige neu angeschaffte und instandgesetzte, aus dem 18. Jahrhundert stammende schmiedeeiserne Kreuze ohne Namen, wovon eines 1991 gestohlen wurde.

Dass Herzog Wilhelm III. von Bayern, der Oheim des nachmaligen Albrecht III., am 7. Juli 1425 ein Schreiben an seinen Bruder Ernst "zu Blyutenburg" geschrieben habe und diese damit erstmalig genannt sei, ist durch neuere Forschungen widerlegt. Wilhelm III. befand sich damals nämlich nachweislich in Blindenburg/Plintenburg/"Blyntenburg" (heute: Visegrad = "hohe Burg"), gelegen in Ungarn zwischen Eszetergom und Ofen, wo sich auch König Sigismund aufhielt. Eindeutig wird Schloss Blutenburg mit "Plüdenberg" am 14. März 1432 in einem Schutzbrief für Thoman den Zächerl aus Diessen erstmalig genannt. Die alte, gotische Burganlage ließ Erbprinz Albrecht von etwa 1431 bis 1440 errichten, wo er zusammen mit seiner heimlichen Gemahlin, Agnes Bernauer, einige glückliche Jahre (1432-1435) verbringen durfte.

Einer seiner Söhne, Sigismund, der 1467 auf die Mitregentschaft mit seinem Bruder Albrecht IV. verzichtete, erkor Blutenburg zu seinem Lieblingsschloss und zog sich hierher zurück. Welch ein Glück für uns! Denn Sigismund ließ 1478-1480 St.Wolfgang in Pipping als herzogliche Kirche, 1488 die Blutenburger Schloßkapelle, 1499 die Kirche St.Martin in Untermenzing sowie 1499/1500 die von Aufkirchen am Starnberger See erbauen.

Nach Sigismunds Tod 1501 fiel das Schloss mit der seit 1442 bestehenden Hofmark Menzing an den Regenten zurück und wurde wie schon zuvor in den folgenden Jahrzehnten von Pflegern verwaltet, bis es am 27. April 1676 von dem kurfürstlichen Geheimrat Anton Frhr. von Berchem um 10.000 Gulden erworben und großzügig umgebaut wurde. Doch 1702, zwei Jahre nach Berchems Tod, ging es wieder in staatlichen Besitz über und kam unter Hofkammerverwaltung bzw. ab 1827 in die des Kgl. Bayer. Finanzministeriums.

OM-Blutenbg.-1869.jpeg (95970 Byte)Mindestens ab 1826 wurde die Schlossanlage einschließlich der zugehörigen Ökonomie an Privatpersonen verpachtet, die dort eine Wirtschaft, ja sogar ein Bad in der Würm und auf der gegenüberliegenden Seite des Baches eine Schießstätte einrichteten und gelegentlich (1848) so berühmte Leute wie die Gräfin Landsfeld, besser bekannt als Lola Montez, beherbergten. Erst 1866 zog mit den Englischen Fräulein wieder Ruhe in das Schlösschen ein, die dort bis 1957 verblieben und von den Schwestern des III. Ordens abgelöst wurden. Diese nutzten es bis 1976 als Altersruhesitz.

(Rechts: Bleistiftzeichnung Schloß Blutenburg in Obermenzing von Hofrat Dr. Wolfinger, ca. 1869 )

Dass Schloss Blutenburg im 30jährigen Krieg (1618-1648) wenigstens auch nur teilweise abgebrannt sei, ist seit der umfänglichen Renovierung 1979-1983 endgültig als eine Mär widerlegt: Es wurden keinerlei Brandspuren gefunden!

Nach den Umbau- und Renovierungsarbeiten nahm am 16. Juni 1983 die Internationale Jugendbibliothek das Schloss Blutenburg als neuen Standort und Begegnungsstätte in Besitz.

Obermenzing ist heute ein bevorzugter Villenbezirk mit der Schule an der Grandlstraße (1912), einem Kriegerdenkmal (1922), einer großen Stadtpfarrkirche (Leiden Christi, 1924), einem eigenen "neuen" Feuerwehrhaus (1926), einem Postamt (1933, bzw. Postagentur seit 1920) und einem evangelischen Gemeindezentrum (Carolinenkirche 1975; Notkirche seit 1965). Allerdings ist es in beiden Achsen von Hauptverkehrsadern durchschnitten: In West-Ost-Richtung von der berühmt-berüchtigten Verdistraße, die einstmals "Westliche" bzw. "Östliche Hofstraße", dann kurzzeitig "Adolf-Hitler-Straße" und noch früher "Herrenweg" hieß, als sie lediglich von den herrschaftlichen Reitern und Kutschen benutzt werden durfte, die vom Schloss Nymphenburg zur Blutenburg gelangen wollten. In Nord-Süd-Richtung verläuft die Pippinger Straße, die einst ein Fahrweg für landwirtschaftliche Fuhrwerke und ein Fußweg für Kirchgänger nach Pipping und Pasing oder nach Untermenzing im vierwöchigen Turnus war. Eine weitere, ungewollte Trennlinie bilden die beiden Bahnlinien von München-Stadt nach Ingolstadt (ab 1867) bzw. nach Freising, die mit Eröffnung der Obermenzinger Haltestelle dort eine zunächst abgesonderte, dann aber rasante Besiedelung bewirkten.

        

      

   

Erinnerungskrüge an die Eingemeindung von Allach, Unter- und Obermenzing, Solln und Ludwigsfeld,  am 1. Dez. 1938

Trotzdem ist es gerade hier liebenswert, hier in der Nähe des alten, in Form und Ansicht großteils noch erhaltenen Dorfkerns mit der St.Georg-Kirche, dem mindestens schon seit 1417 bestehenden "Alten Wirt", gegenüber diesem einer der schönsten Maibäume Oberbayerns, mit dem Restaurant "Weichandhof" - einem uralten ehemaligen Bauernhof, mit der schon 1397 genannten Mühle, ihr gegenüber mit dem über 300 Jahre alten, jetzt äußerlich und innen ausgebauten Zehentstadel, mit Schloss Blutenburg und in Pipping mit der wunderschönen spätgotischen St.Wolfgang-Kirche.

Fast wie Perlen in einer Kette aneinandergereiht liegen diese Kleinodien entlang der schnell dahinfließenden Würm, die die Landschaft und den ihr folgenden Grünzug prägt.

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